- Wie entstand Ihre Vision, die Welt der Mode mit Geschäftsreisen zu verbinden?
Meine Vision ist aus meinem eigenen Lebensstil gewachsen: Einerseits meine Leidenschaft für Mode – für Stil, der Haltung zeigt. Andererseits meine ständige Bewegung durch Reisen, sei es geschäftlich oder privat. Irgendwann habe ich erkannt, dass beides untrennbar zusammengehört: Auf Reisen zeige ich, wer ich bin – durch meine Kleidung, meine Ausstrahlung, meine Präsenz. So entstand die Idee, Business-Trips und Fashion-Inspiration zu verbinden. Denn wahre Eleganz endet für mich nicht am Flughafen oder im Konferenzraum – sie begleitet mich in jedem Moment.
- Welche Rolle spielt Mode Ihrer Meinung nach dabei, wie Führungskräfte und Unternehmer ihr Image in einem internationalen Umfeld präsentieren?
Mode ist weit mehr als Kleidung, sie ist ein strategisches Instrument. Gerade für Führungskräfte und Unternehmer entscheidet sie oft über den ersten Eindruck, noch bevor ein Wort gesprochen wird. In einem internationalen Umfeld, wo Kulturen, Werte und Erwartungen aufeinandertreffen, kann ein bewusst gewählter Stil Vertrauen, Respekt und Souveränität vermitteln. Für mich ist Mode ein Mittel, Persönlichkeit und Haltung sichtbar zu machen – subtil, aber wirkungsvoll. Sie schafft Wiedererkennung und unterstreicht Professionalität, ohne dabei Authentizität zu verlieren. Denn wer seinen Stil beherrscht, sendet ein klares Signal: Ich weiß, wer ich bin – und wofür ich stehe.
- Welche Hauptherausforderungen gibt es, Stil und Mode in den Alltag von Geschäftsreisen zu integrieren?
Die größte Herausforderung sehe ich in der Balance zwischen Funktionalität und Stil. Geschäftsreisen verlangen oft nach Flexibilität, langen Tagen und einem klaren Fokus auf Effizienz. Gleichzeitig möchte ich meinen Anspruch an Mode nicht vernachlässigen. Das beginnt bei der Auswahl der richtigen Materialien – knitterfreie Stoffe, hochwertige Basics – und reicht bis hin zu cleverem Packen. Auch kulturelle Unterschiede spielen eine Rolle: Was in Europa als modern gilt, kann in Asien oder im Nahen Osten ganz anders wahrgenommen werden. Für mich besteht die Kunst darin, mit wenigen, vielseitig kombinierbaren Stücken einen Look zu kreieren, der überall überzeugt – praktisch, aber immer mit der Handschrift eines Gentleman.
- Inwieweit glauben Sie, dass Mode das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit eines Professionals beeinflusst, wenn er seine Marke im Ausland repräsentiert?
Ich bin überzeugt, dass Mode einen erheblichen Einfluss auf Vertrauen und Glaubwürdigkeit hat – besonders dann, wenn man im Ausland seine Marke repräsentiert. Kleidung spricht eine universelle Sprache: Sie zeigt Professionalität, Respekt und Selbstbewusstsein, ohne dass ein Wort gesagt wird. Für mich ist Stil daher mehr als Ästhetik – er ist ein Signal. Wer seinen Auftritt bewusst gestaltet, vermittelt nicht nur Kompetenz, sondern auch Verlässlichkeit. In einer globalen Geschäftswelt, in der der erste Eindruck oft über Türen entscheidet, kann Mode der Schlüssel sein, um sofort die richtige Wirkung zu entfalten.
- Welche aktuellen Modetrends machen Ihrer Ansicht nach den größten Unterschied für Geschäftsreisende?
Quiet Luxury: dezenter Luxus ohne sichtbare Logos. Hochwertige Materialien, minimalistische Schnitte und subtile Eleganz sprechen für sich und strahlen Souveränität und Klasse aus, ohne aufdringlich zu wirken.
Blazer und Jeans-Kombination: der neue Allrounder. Ein schicker Blazer mit perfekt sitzender Jeans vermittelt gleichzeitig Professionalität und Ansatz von Lässigkeit – ideal für Flughafen, Meetings und Transfers.
Braune, weite Hosen (Wide-Leg Brown Trousers): diese Trendhose für Herbst/Winter 2025 wirkt sowohl stilvoll als auch bequem. Sie lässt sich mit Outfits kombinieren, die fließend zwischen Casual und Elegant wechseln.
Strukturierte Minimalistik: klare Linien, A-Linien-Röcke oder -Hosen, reduziert, aber durchtailiert wirkend. Ideal für Business Casual, bringt Professionalität in den Look, ohne überladen zu sein.
Nachhaltigkeit und Secondhand-Siegel: das wächst als Trend enorm. Bewusste, langlebige Mode, Capsule-Wardrobe-Ansätze und Upcycling schenken Stil und steigern gleichzeitig Glaubwürdigkeit – besonders, wenn man als Marke im Ausland repräsentiert.
Warum diese Trends auf Geschäftsreisen besonders relevant sind:
Effizienz und Komfort: Stücke wie Jeans und Blazer oder weite Hosen lassen sich problemlos kombinieren, sind knitterarm und tragen sich bequem – perfekt für lange Reisetage, ohne auf Stil zu verzichten.
Universell angesagt: Quiet Luxury und strukturierte Schnitte wirken in nahezu allen Kulturen elegant und angemessen – ein stilsicheres Mittel, um auf internationalem Parkett professionell aufzutreten.
Flexibilität: Diese Trends erlauben es, mit wenigen Teilen sowohl Meetings, Abendtermine als auch Reiseabschnitte zu meistern – eine smarte Lösung für Business Trips.
Wert und Verantwortung: Nachhaltige Mode wirkt glaubwürdig und zeitgemäß. Sie zeigt, dass man nicht nur auf Stil setzt, sondern auch auf Qualität und Ethik.
- Können Sie eine persönliche Erfahrung teilen, bei der Mode der Schlüssel war, um Türen zu öffnen oder Chancen auf Ihren Reisen zu schaffen?
Ich erinnere mich an eine Geschäftsreise nach Italien, bei der ein schlichtes, aber bewusst gewähltes Outfit den entscheidenden Unterschied gemacht hat. Ich trug einen maßgeschneiderten dunkelblauen Anzug, kombiniert mit einem dezenten Seidentuch – klassisch, aber mit einer individuellen Note. Schon beim ersten Treffen spürte ich, wie mein Gegenüber aufmerksam wurde. Aus einem formellen Gespräch entwickelte sich ein offener, persönlicher Austausch, der schließlich zu einer langfristigen Zusammenarbeit führte. Für mich war das ein Schlüsselmoment: Mode kann Türen öffnen, weil sie eine Botschaft vermittelt, noch bevor wir ein Wort gesagt haben. Sie zeigt Haltung, Respekt und Identität – und genau das schafft Vertrauen.
- Wie finden Sie die Balance zwischen Funktionalität und Eleganz bei der Auswahl von Mode für Geschäftsreisen?
Für mich beginnt die Balance zwischen Funktionalität und Eleganz schon beim Packen. Ich achte auf hochwertige, knitterfreie Stoffe, die auch nach einem langen Flug präsentabel wirken. Gleichzeitig setze ich auf eine Capsule-Wardrobe: wenige, aber vielseitig kombinierbare Stücke, die sowohl im Meeting als auch beim Abendessen stilsicher funktionieren. Eleganz entsteht dabei nicht durch Masse, sondern durch bewusste Auswahl – etwa ein gut sitzender Blazer oder edle Lederschuhe. Funktionalität heißt für mich: Bewegungsfreiheit, Tragekomfort und Anpassungsfähigkeit. Die Kunst liegt darin, dass man sich in jedem Moment wohlfühlt – und dennoch als Gentleman auftritt.
- Was unterscheidet Ihr Konzept von „Fashion Business Travel“ von dem, was bereits auf dem Markt existiert?
Mein Konzept von Fashion Business Travel geht über klassische Business-Mode hinaus. Viele Angebote auf dem Markt fokussieren sich entweder auf reine Funktionalität – also bequeme Reisebekleidung – oder auf modische Trends, die im Alltag oft wenig praktikabel sind. Ich hingegen verbinde beide Welten: den Anspruch eines zeitlosen Gentleman-Stils mit den Anforderungen internationaler Geschäftsreisen. Es geht nicht nur um Outfits, sondern um eine Haltung – eine Ästhetik, die Professionalität, Souveränität und Persönlichkeit transportiert. Damit schaffe ich eine Brücke zwischen Mode als Ausdruck von Identität und Reisen als Bühne, diese Identität global sichtbar zu machen. Das unterscheidet mein Konzept klar von standardisierten Lösungen.
- Wie sieht Ihre Zukunftsvision für „Fashion Business Travel“ aus und wie planen Sie, dieses Konzept international auszubauen?
Meine Zukunftsvision für Fashion Business Travel ist klar: Ich möchte eine internationale Plattform schaffen, die Mode und Geschäftsreisen neu definiert. Es geht mir darum, Menschen weltweit zu zeigen, dass Stil nicht vom Kofferraum abhängt, sondern vom Bewusstsein für Qualität und Haltung. Geplant ist, das Konzept über Kooperationen mit Hotels, Airlines und Brands auszubauen – Orte und Partner, die selbst für Lifestyle und Professionalität stehen. Dabei setze ich auf Storytelling, Content und exklusive Experiences, die das Reisen zu einer Bühne machen, auf der Business und Mode nahtlos ineinanderfließen. International bedeutet für mich nicht nur geografische Reichweite, sondern auch kulturelle Sensibilität: überall souverän auftreten, aber immer authentisch bleiben.